Doppelt so viel wert wie noch in Paris: Die Olympia-Medaillen sind so teuer wie noch nie
Athletinnen und Athleten trainieren ihr ganzes Leben, um einmal eine Olympia-Medaille umgehängt zu bekommen. Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina lohnt sich ein Gewinn einer der Medaillen aber besonders: Grund dafür sind die gestiegenen Preise für Edelmetalle.
So hat das Gold und Silber in einer Goldmedaille laut ZDF mittlerweile 1867 Franken wert. In Paris 2024 lag der Wert hingegen noch bei 700 Franken. Damit hat sich der Wert des enthaltenen Edelmetalls mehr als verdoppelt. Ausschlaggebend für diesen Preisanstieg ist aber besonders der Silberpreis, denn sowohl die Gold- als auch die Silbermedaillen bestehen zum grössten Teil aus diesem Metall.
Die italienische Münzanstalt, Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato (IPZS) schreibt, dass die Trophäen aus recyceltem Metall bestehen. Die Goldmedaille besteht dabei zu 6 Gramm aus Gold (Beschichtung) und zu 500 Gramm aus Silber (Kern). Die Silbermedaille hingegen besteht nur aus Silber, ebenfalls 500 Gramm.
Bei der Kupfermedaille muss der immaterielle Wert reichen, denn die 420 Gramm Kupfer bekommt man bereits für etwas mehr als 4 Franken. Insgesamt sollen in den nächsten Wochen etwas mehr als 700 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen vergeben werden.
Die echte Goldmedaille
Wer sich jetzt wundert, dass die Goldmedaille nur aus 6 Gramm Gold besteht, findet vielleicht Trost in diesem Fun-Fact: Goldmedaillen aus reinem Gold wurden 1912 an den Olympischen Spielen in Stockholm zuletzt vergeben.
Sie wog 26 Gramm, was mit dem damaligen Goldpreis verrechnet etwa 15.50 Franken pro Medaille ergibt. Heute wären 26 Gramm Gold über 3000 Franken wert. (leo)
